Erlebnis Jungfrau-Marathon

1829 Höhenmeter zwischen Interlaken und der Kleinen Scheidegg, rund 4000 Läuferinnen und Läufer aus knapp 60 Nationen und ein Hühnerhaut-Bergpanorama dank Eiger, Mönch und Jungfrau – das ist der Jungfrau-Marathon. Einer, der diese Herausforderung zum ersten Mal unter die Füsse nahm, ist #Marco Büchel. In seinem früheren Leben ging es um Zahlen. Um nackte Zahlen. Um Sekunden. Hundertstelsekunden. Doch bei seinem neuen Hobby, dem Berglauf, interessiert sich der ehemalige Skirennfahrer weder für Zahlen noch für Statistiken. „Es geht um Emotionen“, sagt er. Und davon gab es bei diesem „schönsten Bergmarathon der Welt“ – so steht es auf der Webpage www.jungfrau-marathon.ch/de geschrieben – mehr als genug.

jf9 „Es ist eine grosse Ehre und Freude für mich, dass ich als Ehrenstarter des 22.Jungfrau-Marathons den Startschuss geben und gleichzeitig selber mitlaufen konnte“, sagt Marco Büchel.

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jf8 Gute Laune und den einen oder anderen Tip gabs vor dem Start auch von #Viktor Röthlin, dem berühmtesten Marathon-Läufer der Schweiz.
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Zwar tragen beide eine rote „Elite-Startnummer“. Doch nur einer von beiden gehört wirklich zur Läufer-Elite. In diesem Fall ist es #Arnold Aemisegger aus Triesenberg/FL. Der quasi-Nachbar von Marco Büchel beendete den Lauf als sagenhafter 11.! Respekt!

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jf55 Glücklich im Ziel nach 5 Stunden 28 Minuten. Mit dieser Zeit hätte er zumindest eine Kategorie gewonnen: Die der Damen 75+. Um zwei Sekunden. Was sagt uns das? Nicht aufgeben. Dranbleiben!
jf31 Mit dem Zug gehts zurück von der kleinen Scheidegg über Wengen nach Lauterbrunnen. Nostalgie pur.
jf52 So sieht Glück aus: Das Betreuerteam mit Doris, Thomas und Rahel. Danke!

Sleepless-Sheep: Als Skirennfahrer warst du gewohnt, die Lauberhornabfahrt runter zu fahren. Was trieb dich an, den umgekehrten Weg zu wählen und die Strecke hoch zu laufen?
Marco Büchel: Sport hat mich mein Leben lang geprägt und gehört für mich einfach dazu. Schon als ich noch aktiver Skirennfahrer war, hegte ich grossen Respekt für die Marathon-Läufer. Ich sagte mir, dass ich irgendwann im Leben selbst einen Marathon bestreiten wolle. Damals, mit meinem Kampfgewicht von fast 100 Kilogramm, waren die Voraussetzungen nicht optimal. Ausserdem musste ich meinen Körper so trainieren, dass er möglichst schnell auf Skis innerhalb von zwei Minuten den Berg runterfahren konnte. Also ziemlich genau konträr zu einem Bergläufer. Heute kann ich mein Training nach dem Lust-und-Laune-Prinzip trainieren. Ich liebe die Berge, die Natur und die Bewegung. Ein alpiner Marathon gibt mir alles, was mir gefällt. In erster Linie Emotionen.

Sleepless-Sheep: Früher wolltest du immer gewinnen. Oder strebtest zumindest einen Podestplatz an. Wie fühlt es sich jetzt an, inmitten ganz vieler Hobbyläufer zu starten?
Marco Büchel: Es fühlt sich grandios an. Ich liebe es, unterwegs mit Leuten zu reden. Manchmal bleibe ich spontan stehen, weil jemand gerne ein Foto möchte. Bei jeder Verpflegungsstation nehme ich mir Zeit. Der Genuss steht absolut im Vordergrund.

Sleepless-Sheep: Was waren deine letzten Gedanken vor dem Einschlafen, am Abend vor dem Jungfrau-Marathon?
Marco Büchel: Ich weiss noch, dass ich sehr gut geschlafen und mir zuvor noch vorgestellt hatte, wie ich bei traumhaftem Wetter und einem grossen Smile im Gesicht auf der kleinen Scheidegg die Ziellinie überqueren würde. Und so kam es ja dann auch, zum Glück!

Text: Sleepless Sheep
Fotos: Sleepless Sheep, Thomas Steffel

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