Dein Brief

WÜRDEZENTRIERTE THERAPIE

In Zusammenarbeit mit dem Hospiz im Werdenberg (seit 2021) und der Hospizbewegung Liechtenstein (seit 2024) besuche ich Menschen in der letzten Lebensphase. Dies ausschliesslich nach Absprache mit den behandelnden Ärzten und dem pflegenden Fachpersonal. 

«Was bleibt – Erinnerungen am Ende des Lebens»

Die würdezentrierte Therapie wurde von dem kanadischen Professor H. M. Chochinov entwickelt. Sie hat zum Ziel, die Würde der Betroffenen zu stärken und die persönliche Lebenserfahrung und Lebensweisheit wertzuschätzen und zu erhalten. Seit den ersten Veröffentlichungen zur WzT (Dignity Therapy) in Kanada und den USA stösst diese weltweit beachtete manualisierte Kurzintervention für Menschen mit lebensverkürzenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen auf grosses Interesse. In der empirisch entwickelten würdezentrierten Therapie wird auf der Grundlage eines halbstrukturierten Interviews mit den Patientinnen und Patienten ein persönliches Dokument erstellt, das Angehörigen, Freunden oder Nahestehenden hinterlassen werden kann. Die einfühlsamen Fragen, die im Gespräch gestellt werden, orientieren sich an den Gedanken, Gefühlen und Sorgen über die Zeit nach dem Tod. Sie können dazu anregen über das zu sprechen, was im Hier und Jetzt besonders wichtig erscheint. Die würdezentrierte Therapie ist eine wertvolle Möglichkeit, sinnhafte Aspekte des Lebens aufzuzeigen, die Not der Patienten zu lindern, die Angehörigen in ihrer Trauer zu unterstützen und Trost zu spenden.  

Warum?

Weil ich davon überzeugt bin, dass die Kraft der Worte unsere Herzen berühren kann. Worte können unsere Seelen inspirieren. Sie können unseren Schmerz lindern. Sie können uns stärken, erfreuen und trösten. Und sie dürfen uns immer wieder daran erinnern: Der wichtigste Moment ist jetzt.

Jetzt.